Das Wort zum Neujahr – kleine Anekdote!
Damals war ich 4-5 Jahre alt, und immer dann – meist sonntags
– als wir Kinder die Großeltern besuchten, musste ich bei der Begrüßung einen
Knicks machen; mein Bruder eine Verneigung. Nichts fand ich ungerechter als
dass ich keine Verneigung machen durfte. Schon damals war mir bewusst, dass es
keine Gleichbehandlung der Geschlechter gab, trotz meines zarten Alters. Und
noch heute, über 40 Jahre später, gibt es sie noch nicht. Wir reden viel
darüber, aber alles nur Theorie. Praktisch leben wir noch mit denselben
Klischees und Werten wie anno dazumal: wenn ein Mädel etwas falsch macht – was bist
du ungeschickt, gib her, du kannst es nicht; ein Junge: das musst du anders
machen, ich zeig es dir.
Sie/Er geht zum Zahnarzt, lässt sich eine Krone machen.
Worte für Sie: jetzt bekommen Sie eine schöne Krone. Worte für Ihn: Mit der
können Sie wieder gut beißen (ganz nebenbei: Ihre Krone ist weder schön, noch
funktionell für einen guten Biss).
Was soll ich dazu noch sagen? Prost Neujahr!

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